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Die schiefe Familie von Pisa

Im Ärztezimmer des Krankenhauses in Pisa herrscht dicke Luft. Dottor Massimo Montepulciano soll in wenigen Minuten eine Rede vor dem renommierten Neurologen-Kongress halten. Während er versucht, seinen Worten den letzten Schliff zu geben, taucht seine Alte Flamme Gianna Tonnato auf. Die ehemalige Krankenschwester eröffnet ihm, der Vater ihres inzwischen erwachsenen Sohnes Vitello zu sein – der ausgerechnet heute seinen Vater kennenlernen will.

Plötzlich steht nicht nur Massimos Ehe auf dem Spiel, sondern auch seine mögliche Beförderung. Hektisch sucht er für Vitello einen neuen Vater. Dabei verstrickt er seinen Kollegen Dottor Umberto Ossobucco in ein verwegenes Lügengebilde, das auf verflixt wackeligen Beinen steht – und wer hat einmal behauptet, alte Liebe rostet nicht?

Die neue Produktion der Take Five Theatre Company sprüht einmal mehr vor Leidenschaft und Exzentrik und fordert die Lachmuskeln. Ganz in der Tradition der Filme mit Sophia Loren und Marcello Mastroianni ist «Die schiefe Familie von Pisa» ein kurzweiliger Spass, chaotisch, laut und voller sympathischer Italianità.